Tilmann Oestreich · Prozessautomatisierung · EU & Open Source
Mojn! Ich bin Tilmann Oestreich. Ostwestfale, lange Jahre in Schwaben, heute in Nordschleswig zuhause.
Ich zeige Engineering-Teams, wo ihre Entwicklungsdaten über KI-Tools abfließen — und wie sie KI stattdessen sicher auf den eigenen Daten nutzen. Nicht weil das Thema gerade Konjunktur hat, sondern weil ich beide Seiten davon kenne: die Abteilung, in der es passiert, und die Technik, die es lösen würde.
18Jahre
75%
3Heimaten
Woher ich komme#
Mein erster Job nach dem Studium war bei Daimler Truck. Strömungssimulation im Antriebsstrang. Die Prozesse liefen damals so: viel Handarbeit, viele Fehler, lange Durchlaufzeiten.
Ich habe die Simulation automatisiert. Nahezu fehlerfrei, 50 bis 75 Prozent schneller.
Das war kein großes IT-Projekt. Es war konsequentes Hinschauen: Wo entsteht der Fehler? Warum? Was muss passieren, damit er nicht mehr entsteht?
Wichtiger als die Zahl ist, was ich in diesen Jahren über das Arbeiten unter Termindruck gelernt habe. Wenn ein Meilenstein steht und der Report bis Freitag fertig sein muss, greift ein Ingenieur zu dem Werkzeug, das ihn ans Ziel bringt. Ob es freigegeben ist, entscheidet sich in diesem Moment nicht. Das ist keine Nachlässigkeit — das ist die Physik von Entwicklungsabteilungen.
Deshalb halte ich Verbote für die schwächste aller Antworten. Sie beenden nicht die Nutzung, sie beenden nur die Sichtbarkeit.
Was ich danach gemacht habe#
Fünf Jahre bei Monolith AI, einer Plattform für KI auf Engineering- und Testdaten. Ich kam kurz nach der Series A und blieb bis zur Übernahme durch CoreWeave. Vom Customer Success Engineer zum Lead Customer Success Engineer.
Meine Arbeit bestand darin, KI in Entwicklungsabteilungen tatsächlich zum Laufen zu bringen. Nicht als Berater, der ein Konzept abliefert — als jemand, der bleibt, bis es läuft. Und ich habe dabei sehr genau gesehen, woran es scheitert: fast nie am Modell. Fast immer an den Daten und daran, wie sie im Haus liegen.
Diese beiden Hälften — die Sprache und die Schmerzpunkte der Ingenieure aus der ersten, die Praxis des KI-Deployments auf Engineering-Daten aus der zweiten — sind der Grund, warum ich glaube, dass ich hier etwas beitragen kann, das ein Datenschutzberater und ein KI-Startup jeweils nur halb können.
Warum EU-Stack, warum Open Source#
Ich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht hat, selbst zu entscheiden, was mit seinen Daten passiert.
Irgendwann habe ich verstanden, dass es kein kostenloses Angebot gibt. Wer nichts zahlt, ist das Produkt. Und niemand hat mich gefragt.
Den US-CLOUD-Act halte ich für eine Zumutung. Ein Gesetz, das US-Behörden Zugriff auf Daten erlaubt, die auf europäischen Servern liegen — ohne Richterspruch, ohne Benachrichtigung, ohne Einspruchsmöglichkeit. Das widerspricht jedem rechtsstaatlichen Prinzip, das ich kenne.
Deshalb setze ich, wann immer möglich, auf europäische oder quelloffene Lösungen. Nicht als Verkaufsargument, sondern als Grundsatz. Und weil es für ein Haus, das Kunden-IP unter NDA verarbeitet, ein sehr konkreter Unterschied ist, wo die Daten am Ende liegen.
Diese Website macht es vor: statisch generiert, keine Cookies, kein Tracking, keine externen Schriften, ein Server in Deutschland. Sie können das in der Entwicklerkonsole nachsehen.
Wie ich arbeite#
Ich komme nicht mit einer Lösung im Gepäck.
Offen gesagt#
Ich bin seit kurzem selbstständig. Was ich nicht habe, ist eine Referenzliste mit Konzernlogos. Was ich habe, sind achtzehn Jahre in Entwicklungsabteilungen, fünf Jahre praktisches KI-Deployment auf genau den Daten, um die es geht, und keinerlei Interesse daran, Ihnen etwas zu verkaufen, das Sie nicht brauchen.
Ein erstes Gespräch dauert zwanzig Minuten und kostet nichts. Wenn ich bei Ihnen nichts sehe, sage ich das.
20-Min-Risikogespräch