Acht Prozent.
So viele Unternehmen in Deutschland sagen offen: Bei uns ist die private Nutzung von KI-Tools für die Arbeit weit verbreitet. Vor einem Jahr waren es vier Prozent. Verdoppelt, in zwölf Monaten.
Weitere siebzehn Prozent berichten von Einzelfällen. Nochmal siebzehn Prozent vermuten, dass es passiert, wissen es aber nicht sicher.
Das ist keine Umfrage unter Sicherheitsexperten mit Interesse an einem dramatischen Ergebnis. Das ist Bitkom, repräsentativ, über sechshundert Unternehmen ab zwanzig Mitarbeitenden.
Und die Zahl, die dazugehört: Nur knapp ein Viertel der Unternehmen hat überhaupt Regeln für den Umgang mit KI. Bei kleineren Mittelständlern liegt der Anteil mit offiziellem KI-Zugang sogar noch niedriger als im Durchschnitt.
Das bedeutet nicht, dass in drei Vierteln der Unternehmen etwas Schlimmes passiert. Es bedeutet, dass in drei Vierteln niemand hinschaut.
Die Nutzung ist also längst da. Was fehlt, ist nicht das Bewusstsein für KI. Es ist der Überblick darüber, was die eigenen Leute damit gerade tun.
Man kann kein Risiko schließen, das man nicht kennt.
Man kann nur eines schließen, das man sich einmal angeschaut hat.
Habt ihr eine Zahl dafür, wie viele bei euch KI-Tools ohne Freigabe nutzen — oder wäre das aktuell eine Schätzung?
Quelle: Bitkom, Pressemitteilung »Beschäftigte nutzen vermehrt Schatten-KI«, 21.10.2025

