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Schatten-KI im Engineering entsteht durch fehlende Alternativen

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oestreich.digital
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Antriebsstrangentwicklung bei Daimler Truck, fünf Jahre KI-Projekte bei Monolith AI, heute KI-Audits und -Implementierung für Engineering-Teams.

Ich baue gerade ein Prüfraster, mit dem ein Engineering-Team in wenigen Tagen sieht, wo es über KI gerade IP verliert. Der erste Bereich überrascht die meisten.

Nicht die offensichtlichen Verdächtigen. Nicht der eine Kollege, der »zu viel mit ChatGPT macht«. Sondern die Lücke, die das Verhalten überhaupt erst erzeugt.

Das Raster prüft sieben Bereiche. Welche Tools genutzt werden. Welche Datentypen reingehen. Ob es eine Governance gibt. Wie reif die Daten sind. Ob es eine sichere Alternative gibt. Welche Verträge berührt werden. Wie viel Zeit in manueller Datenarbeit verloren geht.

In fast jedem Setup, das ich durchspiele, ist Bereich fünf rot: Es gibt keine freigegebene KI-Lösung. Und genau deshalb weichen die Leute auf öffentliche Tools aus. Die Schatten-KI ist kein Ungehorsam. Sie ist eine fehlende Alternative.

Was das Raster liefert, ist kein Schuldspruch. Es ist eine Landkarte: Hier fließt etwas ab, das ist die Ursache, das sind die drei Dinge, die ihr in 48 Stunden tun könnt.

Bei zehn Ingenieuren ist die Bestandsaufnahme an einem Tag erledigt. Bei einer ganzen R&D-Organisation ist sie der Unterschied zwischen Kontrolle und einem Vorfall, von dem ihr erst durch den Kunden erfahrt.

Die meisten suchen nach dem schuldigen Mitarbeiter.

Sie sollten nach der fehlenden Alternative suchen.

Wenn du eure KI-Nutzung in sieben Bereiche zerlegst — welcher wäre bei euch rot?

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