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Prozessautomatisierung ist für kleine Betriebe keine Zukunft

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oestreich.digital
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Antriebsstrangentwicklung bei Daimler Truck, fünf Jahre KI-Projekte bei Monolith AI, heute KI-Audits und -Implementierung für Engineering-Teams.

Ich habe diese Woche mit einem Familienbetrieb gesprochen. Vier Mitarbeiter.

Die haben sich ihr komplettes System selbst gebaut, das alle Abläufe automatisiert.

Nicht mit einer Agentur. Nicht mit einem sechsstelligen IT-Projekt. Sondern selbst, am eigenen Schreibtisch, mit einem KI-Werkzeug, das es vor zwei Jahren noch nicht gab.

Mein erster Impuls war ehrlicher Respekt.

Mein zweiter Gedanke war der hier: Genau das ist die Verschiebung, die gerade niemand laut ausspricht.

Vor zwei Jahren war Prozessautomatisierung ein Thema für Konzerne mit eigener IT-Abteilung. Etwas, das man »irgendwann mal angeht«. Heute setzt sich ein Betrieb mit vier Leuten abends hin und baut es selbst.

Das heißt nicht, dass jeder das selbst bauen sollte. Wartung, Dokumentation und die Frage, was passiert, wenn die eine Person, die es gebaut hat, ausfällt, sind ein eigenes Kapitel.

Es heißt etwas anderes: Die Frage ist nicht mehr, ob Automatisierung für kleine Betriebe funktioniert. Diese Frage ist beantwortet.

Während der eine Betrieb noch überlegt, ob sich das lohnt, hat der Betrieb nebenan die Entscheidung längst getroffen.

Einen Punkt würde ich trotzdem anders angehen. Wer sein System auf US-Werkzeugen aufbaut, baut eine Abhängigkeit mit ein. Das muss kein Fehler sein. Aber es sollte eine bewusste Entscheidung sein, keine Nebensache.

Automatisierung fühlt sich für viele noch nach Zukunft an.

Für den Vier-Mann-Betrieb von nebenan ist sie Gegenwart.

Was läuft in deinem Betrieb heute noch genauso wie vor fünf Jahren?

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