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Acht Tools im Einsatz sind keine Digitalisierung bei Copy Paste

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oestreich.digital
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oestreich.digital
Antriebsstrangentwicklung bei Daimler Truck, fünf Jahre KI-Projekte bei Monolith AI, heute KI-Audits und -Implementierung für Engineering-Teams.

8 Software-Tools im Einsatz. Trotzdem nicht digitalisiert.

Ich war letzte Woche bei einem Energiedienstleister. Wächst, junges Team. Im Einsatz: HERO, OneDrive, Teams, Excel, eine Schnittstelle für den Partner, eine Software für 3D-Scans, eine für Wirtschaftlichkeitsberechnungen, eine für Anfragen.

Acht Systeme. Und trotzdem fängt jeder Prozess irgendwo mit Copy-Paste an.

Nicht weil sie zu wenig investiert haben. Nicht weil ihnen Digitalisierung egal ist. Sondern weil niemand je ausgerechnet hat, was der Datentransport zwischen den Systemen tatsächlich kostet.

So sieht das aus:

Der Außendienst kommt vom Kunden zurück. Trägt die Daten aus dem Notizheft in HERO ein. Lädt Fotos vom Handy hoch, benennt sie manuell, legt sie im OneDrive-Ordner ab. Trägt die Auftragsdaten aus HERO in Excel für die Provision. Dann nochmal für die Rechnung. Dann nochmal raus an den Partner.

Elf manuelle Übergaben pro Projekt. Fünf Minuten pro Übergabe. 55 Minuten – nur um Daten zwischen Systemen zu tragen.

Bei 10 Projekten im Monat sind das fast 10 Stunden. Reine Datenpflege.

Das nennt sich nicht Digitalisierung.

Das ist digitale Handarbeit.

Wer analoge Prozesse in digitale Tools gießt, ohne sie zu verbinden, verliert genauso viel Zeit wie vorher – nur vor dem Bildschirm statt auf Papier.

Das Schlimmste: Es fällt nicht auf. Jeder erledigt seinen Teil. Niemand sieht den Gesamtprozess. »Das haben wir schon immer so gemacht« heißt jetzt: »wir nutzen ja HERO«.

Die Lösung ist nicht ein neuntes Tool, das eigene Daten speichert. Sondern eine Schicht, die die acht verbindet, die schon da sind. Daten aus dem Vor-Ort-Formular fließen direkt ins CRM. Provisionen rechnen sich, sobald der Auftrag im System steht.

Kein neuer Anbieter. Keine teure Software. Kein Entwicklerteam.

Bei 10 Projekten im Monat sind 10 Stunden Datentransport lästig. Bei 50 werden daraus 46 – mehr als eine Arbeitswoche. Jeden Monat. Nur fürs Hin- und Herkopieren.

Acht Tools zu besitzen fühlt sich nach Digitalisierung an.

Ist es nicht.

Wie oft werden bei dir dieselben Daten von Hand zwischen Systemen getragen?

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